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Warum es im Winter beim Ausatmen dampft

06. Dezember 2012

Eine Dampfwolke vorm Gesicht: Die entsteht, wenn du im Winter draußen bist und ausatmest. Das sieht witzig aus. Aber warum bildet sich dieser Nebel vor der Nase?

Die Luft, die wir ausatmen, ist so warm wie der Körper. Und sie enthält Feuchtigkeit. «Draußen in der kalten Winterluft kühlt die ausgeatmete Luft sofort ab. Das unsichtbare Wasser aus dem Atem verflüssigt sich dabei», erklärt Volker Mellert. Er ist Physik-Professor. Wenn Wasser aus der Luft flüssig wird, dann sagen Experten wie Volker Mellert: Das Wasser kondensiert. Dabei entstehen winzige Tropfen. «Die sind viel kleiner als ein Regentropfen. Deswegen kann man einen einzelnen Tropfen nicht erkennen.» Zusammen ergeben die vielen Tröpfchen aber Dampf. Den kann man dann vorm Gesicht sehen.





   Der Fachmann weiß auch, warum es dieses Phänomen nur im Winter gibt. «In kalte Luft passt nicht so viel Feuchtigkeit wie in warme Luft.» Das klingt ja kompliziert. So schwierig sei es aber nicht, beruhigt der Mann. In der Luft bewegen sich winzige Teilchen. Die sind so klein, dass man sie nicht sehen kann. In der warmen Sommerluft rasen diese Teilchen kreuz und quer. «Damit sie sich nicht ständig anrempeln, nehmen sich die Teilchen viel Platz. Da ist dann auch Platz für viele Wasser-Teilchen.»


Anders in der Winter-Luft: Da ist es den Luft-Teilchen zu kalt zum Herumrasen. Also brauchen sie weniger Platz. Dann bleibt auch nicht mehr so viel Raum für die Wasser-Teilchen. Also tun sich Wasser-Teilchen platzsparend zusammen und werden flüssig. Letztlich sieht man sie als Atemdampf.

dpa.

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